TRP #33 - Mehr Hausverstand am Bau: Andreas Hawlik über Verantwortung und Innovation
Shownotes
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00:00:06: Ja, herzlich willkommen bei der aktuellen Folge von The Real Pain.
00:00:09: Wir dürfen heute bei Hawlik Gerginsky Architekten zu Gast sein.
00:00:14: Begrüßen ganz herzlich den Geschäftsführer und Partner Andreas Havlik.
00:00:18: Lieber Andreas, herzlichen Dank dass du dir Zeit nimmst unsere traditionelle Einstiegsfrage beziehungsweise bitte dich kurz vorzustellen dein Büro kurz vorerst zu stellen.
00:00:28: es sei der eines der führenden Architekturbürose in Österreich mehrfach ausgezeichnet Und auch dann im Anschluss gleich die größte Herausforderung aktuell, Pains oder einen Pain.
00:00:40: Wie was dich im Moment so auch wenn du zum Beispiel auf diesem Freitag Nachmittag nach Hause fährst und dem Kopf durch den Kopf geht und dich beschäftigt.
00:00:52: Herzlichen Dank noch einmal und herzlich willkommen!
00:00:55: Ja liebe Alexander danke für die Möglichkeit.
00:00:58: ich bin Andreas Hawlik, bin Architekt.
00:01:02: seit ungefähr In diesen Berufen haben wir in Wien studiert.
00:01:10: Wir haben gemeinsam an der TU studiert und ich bin dann nach dem Studium um die Jahrtausendwende für fünf Jahre nach Berlin gegangen, habe dort eigentlich Architektur wirklich gelernt.
00:01:22: Das Studium an der Tu war und ist eine Berufsorientierungsphase.
00:01:30: Aber wirklich lernt man den Beruf nur in der Praxis und das waren sehr gute fünf Jahre bei Collignon Fischöter Architekten in Berlin.
00:01:40: Wir haben dort vorwiegend Bürogebäude geplant und gebaut, über diesen gewerblichen Sektor konnte ich mich dann auch in Wien selbstständig machen.
00:01:53: Und dann hat sich das Büro so wie es heute ist einfach durch laufende Partnerschaften, Zusammenschlüsse, Teambildungen entwickelt.
00:02:07: Also das sehe ich ganz wichtig.
00:02:10: Die Architektur ist einfach immer das Ergebnis von einer Teamarbeit.
00:02:15: Ich habe ein Büro übernommen, dass vor allem im Gewerbe- und Industriebau tätig war.
00:02:23: In der weiteren Folge ist dann nach dem Ausscheiden des Senior-Partners Evgeni Gaginski, der mein erster Mitarbeiter war eingestiegen bei uns ins Team.
00:02:37: Er ist gebürtiger Bulgaree, war aber immer schon in Österreich hat an der HTL Wiener Neustadt begonnen Bauwesen zu lernen und hat dann in Sofia ein Büro gegründet.
00:02:51: Und zuletzt vor drei Jahren haben wir bei uns das Büro Hermann und Valentini mit in den Verbund dazugenommen, weil der Kollege Hermann keine Nachfolger aus dem Team hatte.
00:03:03: Und das Team Hermann-Valentini sitzt jetzt auch hier am Schubel dringend.
00:03:08: So sind wir in Summe ca.
00:03:10: dreißig bis fünfunddreißig Leute!
00:03:15: Deine Frage nach dem Payen?
00:03:18: Es gibt so in der Branche immer recht viel Gejammere über Behörden und Normen, das teile ich nicht zur Gänze.
00:03:29: Wir stellen aktuell fest, dass sowohl die Behörde als auch der SOEB-Institut sehr daran arbeiten, die Regulatorien zu vereinfachen, zu simplifizieren – das ist ein sehr guter Prozess, der gerade läuft.
00:03:48: Aber der größte Pen Aussage ich mal dieser Vergangenheit der Normenvielfalt entstanden ist, ist eigentlich das Fehlendes Hausverstands.
00:04:02: Und die Firmen oder die Projektbeteiligten insbesondere auf der ausführenden Seite sind so über vorsichtig geworden dass sie ja nichts falsch machen, dass ganz simple Dinge plötzlich absurd werden und nicht mehr gehen.
00:04:23: Also es ist so eine Übervorsicht da, der Ingenieur war.
00:04:31: seitdem es ihn gibt, seit nicht viertausend Jahren gibt es im Prinzip Ingenieure die Dinge gebaut haben und entwickelt haben waren immer verantwortlich für ihre Arbeit an Normen und Gesetze.
00:04:49: und dieses nichtwillig zu sein, selber Verantwortung zu übernehmen.
00:04:54: Und daraus dann auch eine gute Lösung zu generieren – das ist eigentlich aus meiner Sicht der größte Pain, den wir momentan als Architekten
00:05:03: fühlen.".
00:05:04: Aber darf ich da wirklich einhaken?
00:05:05: Ist es nicht vielleicht, wenn du hast dann für mich das Hennenei-Thema ja was erzählst, ist es nicht aufgrund dieser unzähligen Regulatorien mittlerweile so dass keiner mehr für irgendwas war übernimmt.
00:05:17: Ich denke mal, dass nur ein plakatives Beispiel aus dem Straßenverkehr ist irgendwo einmal keine Vorrang dafür war es keiner mehr das Recht voran gibt den gilt in Wirklichkeit und dann passieren die Unfälle.
00:05:26: Und genauso stelle ich es mir bei den Bauwesen.
00:05:28: oder ist es für den Bauweisen?
00:05:29: meiner Meinung nach auch?
00:05:30: Es gibt so viele Regeln und ich halte mich lieber ganz strikt an irgendwelche Regeln als wie da sich irgendwie für irgendwas die Verantwortung übernehmen will.
00:05:39: Ja, genau so ist es.
00:05:41: Aber es ist nicht zwingend vorgeschrieben dass ich mich an alle diese Normen und Regeln halte.
00:05:47: Ich kann von Normen abweichen, ich kann von OIB-Richtlinien abweichern.
00:05:51: Die Landesgesetze erlauben das die erlaubengleichwertige Abweichungen.
00:05:57: Es wird ganz viel diskutiert über den Gebäude Typ E der aus Bayern gekommen ist Und das ist sein großes Vorbild.
00:06:04: Aus meiner Sicht sind die rechtlichen Grundlagen in Österreich da überhaupt kein Thema.
00:06:09: Ich brauche nur einen Sachverständigen oder eine Planer, der sagt aus meiner Sicht ist das gleichwertig?
00:06:16: Dann brauche ich natürlich auf der Behördenseite auch einen, der gesagt ja okay das ist schlüssig begründet.
00:06:23: aber in der Rede wenn man jetzt nicht auf der untersten Ebene mit den Beamten spricht die eben auch sehr vorsichtig sind sondern wenn man da an die Baudirektion geht und in die Führungsebenen der technischen Abteilungen dann findet man auch Gehör für clevere Varianten.
00:06:43: und das hängt natürlich immer von den Referenten ab, aber wenn man es nicht versucht gewinnt man auch nicht.
00:06:52: Also wir haben jetzt aktuell wieder einen Fall.
00:06:55: Es gibt eine OEB die in der öffentlichen Auflage ist ein Entwurf.
00:06:59: da stehen wirklich gute Dinge drinnen die zur Vereinfachung dienen.
00:07:06: habe ich mit einer Bandschutzsachverständigen gesprochen, da steht was drin.
00:07:09: Das wird uns irrsinnig helfen bei einem Projekt.
00:07:12: Könne man nicht ein kleines Gutachten schreiben in Vorgriff auf den Entwurf der OIB?
00:07:18: Wenden wir jetzt diese Variante an.
00:07:20: sehen wir gleichwertig an weil ist ja quasi schon Stand der technischen Wissenschaften sonst würde die OIB sich damit ja nicht beschäftigen.
00:07:30: gehen wir mit diesem Entwurf eines Gutachtens der Gleichwertigkeit zur MR-Massiebenunddreißig KSB und besprechen wir das dort.
00:07:38: Und vielleicht sieht das der Leiter, der MS-Messieben und der CSB auch so?
00:07:46: Aber wenn wird diesen Versuch gar nicht wagen dann werden wir es nicht schaffen!
00:07:52: Ist das nicht auch ein Haftungsthema, dass man dann sagt, wenn man sich... Dass kann er die Häftigung oder das Risiko der Häftung eingehen möchte.
00:08:00: Wenn er sich nicht an diese Richtlinien hält?
00:08:02: Nichts leichter wie nachher zu sagen, na, es ist ja nicht richtlinienkonform.
00:08:05: Es hätte eine Richtlinie gegeben, an die man sich halten hätte.
00:08:08: Natürlich muss in so einem Fall auch der Bauherr mitspielen und sagen Ja ich als Bauherrer akzeptiere diese Abweichung der Norm oder den Vorgriff auf einen enormen Entwurf weil.
00:08:21: Wir haben ein anderes Beispiel, wir haben einen Bauvorhaben in der Legetitzkigasse.
00:08:26: Ein sehr hochwertigen Wohnbau-Blick über Wien.
00:08:31: Der Wunsch war große Panoramafenster fließende Räume von innen nach außen möglichst schwellenfrei Terrassen ohne Gefälle und da plötzlich sind wir im Widerspruch zu drei Normen.
00:08:46: Wir haben an dieser Stelle eine Generalunternehmer den ich jetzt auch namentlich nennen möchte, weil er sich wirklich unheimlich bemüht.
00:08:55: Das ist die H-Bau in diesem Fall.
00:08:57: Die haben dieses Thema erkannt.
00:09:00: Sie haben den Ehrgeiz dieses Projekt so umzusetzen wie der Bauherr es wünscht und wie wir es geplant haben.
00:09:08: Die H-Baue nimmt sich einen Sachverständigen dazu.
00:09:11: Der sagt okay das ist unser Ziel.
00:09:14: Das sind die drei Abweichungen.
00:09:16: Wir planen jetzt die Details A, B und C mit diesen kleinen Änderungen.
00:09:24: Und dann kann er sagen das ist technisch gleichwertig.
00:09:28: Also es kann so funktionieren aber das ist halt leider sehr selten.
00:09:34: Ja herzlichen Dank!
00:09:35: Das war glaube ich jetzt eine sehr ausführliche auch Beschreibung von Lösungsmöglichkeiten weil wie du richtig sagst also glaube viele haben die Diskussion schon satt und link den Postings über Behörden Einschränkungen und Normen.
00:09:48: Ich glaube, da waren ein paar praktische Ansätze dabei wie es funktionieren kann.
00:09:54: Möchte einen weiteren Themenbereich beginnen?
00:09:57: Du hast es schon erwähnt wir haben gemeinsam begonnen zu studieren auf der TU Wien.
00:10:01: ich bin dann relativ schnell in die Immobilienbranche abgezweig und wir verraten jetzt nicht unsere Vertricklingnummer.
00:10:09: also wenn wir begonnen haben das war nicht vor viertausend Jahren aber doch schon lange her mit Feder und Dusche gezeichnet.
00:10:19: Wir haben noch Schaubilder koloriert, mit Aquarellfarben.
00:10:25: Dann kam die große Revolution CAD.
00:10:28: also das hat unsere oder deine Branche ja massiv verändert.
00:10:33: relativ bald haben die Leute auch auf CAD gemeinsam an Projekten gearbeitet und war sicher eine Revolution für die Architektur.
00:10:41: Jetzt ist schon wieder was passiert.
00:10:44: Jetzt haben wir nächste Revolution mit dem Thema AI und KI, ich habe zwei Zitate mir rausgesucht von Kolleginnen und Kollegen von dir.
00:10:53: das eine ist die Adriana Böck vom Architekturbüro Querkraft hat unlangs gesagt für etwas wo wir früher zehn Mitarbeiter benötigt haben brauchen wir jetzt nur noch einen und statt fünf Entwurfsvarianten können wir hundert machen.
00:11:06: Der Jakob Dunkel von Querkraft hat gemeint, die KI ist für uns heute wie ein Mitarbeiter allerdings einer der ein bisschen autistisch ist.
00:11:14: Manchmal unglaubliche Höhenflüger hinlegt aber auch manchmal völlig daneben liegt.
00:11:21: Wie geht es mit dem Thema um?
00:11:23: Wie geht dein Büro mit dem thema um?
00:11:25: was spielt sich da gerade ab?
00:11:28: Also die KI schleiht sich natürlich in alle Arbeitsbereiche ein, das merkt man am wenigsten noch in der tatsächlichen Planung von dreidimensionalen Objekten.
00:11:48: Als erstes war die KI in der Bildbearbeitung da.
00:11:52: Das wird gefühlt monatlich besser alle drei, vier Monate die Tools durchprobieren und schauen welche Tools verstehen unsere Prompten am besten.
00:12:05: Welche Tools sind am präzisesten?
00:12:08: Wir haben in der KI immer noch das Thema dass ein Bild entsteht wo man früher drunter geschrieben hat Artists Impression.
00:12:18: also da gibt es einfach Abweichungen.
00:12:20: Präzisionsfehler aber ist unglaublich hilfreich in einem frühen Stadium einem Bauherrn, der möglicherweise kein dreidimensiones Verständnis hat eine Vision in verschiedenen Varianten gut zu übermitteln.
00:12:36: Es gibt sozusagen viel weniger diesen Aufwacheffekt und so habe ich mir das aber nicht vorgestellt.
00:12:45: Und der Bauherrer versteht auch wenn man dazu sagt bitte das ist eine bessere Skizze.
00:12:53: Aber wir hatten Wir arbeiten viel mittlerweile in dieser Variante, wenn wir in der Durfsphase sind.
00:13:01: Dass wir im Büro so einen kleinen Art Wettbewerb unter den Mitarbeitern machen.
00:13:07: Nehmt euch drei-vier Stunden Zeit für diese Fassade und liefert uns ein Bild.
00:13:14: Wir hängen das hier auf, zwanzig Varianten.
00:13:20: Und dann hat man eine unheimliche Vielfalt.
00:13:24: Man sagt, was entspricht jetzt uns?
00:13:27: Was entspicht unseren Büro?
00:13:28: Was sind unsere Zielsetzungen?
00:13:30: Welche Ansätze gibt es?
00:13:33: Und so sind schon einige Dinge wirklich gut entstanden.
00:13:41: Ich tue mir immer schwer im Entwurfsprozess im Team wenn Leute um den Tisch sitzen und sprechen und nicht zeichnen und keine Bilder liefern weil letztlich Brauche ich eine funktionierende Grundrisse oder brauche eine gute optische Architektur.
00:14:00: Das, wo wir die KI noch überhaupt nicht einsetzen ist grundresgenerieren.
00:14:06: Also das haben wir vor langer Zeit ausprobiert war nicht zufriedenstellend.
00:14:13: Das wird sicher auch kommen.
00:14:14: also da haben wir momentan eher ein bedenken Thema mit Arbo-Modellen von CAD Software, wo dann in den AGBs drinnen steht.
00:14:27: Sämtliche Daten liegen auf dem Server des Softwareherstellers und werden zur Verfügung gestellt.
00:14:33: Warum?
00:14:34: Weil die Firma baut im Hintergrund ihre Planungskarriere auf.
00:14:39: Die lernt aus Hunderten oder Tausenden Projekten.
00:14:45: aber also da passiert ganz wenig bei uns in dieser Tatzeiligen Planungsarbeit in Grundriss.
00:14:53: Kurze
00:14:53: Ergänzung noch bevor ich wieder an das andere übergebe, kurz noch zu den Grundrissen weil gerade dort mein Eindruck ist dass sehr viele Start-ups entstehen die vor allem für einen privaten Bereich.
00:15:03: Ich habe ein sechsten Quadratmeter großes Grundstück, plane mir das perfekte Einfamilienhaus.
00:15:08: Das heißt ihr sitzt da in eurem und vor allem im gewerblichen Bereichen seid ja auch Planer für große Immobilienprojekte.
00:15:15: Das seht ihr auch noch nicht.
00:15:16: Eine Diskussion mit dem Kunden, so nach dem Motto Wieso kostet der Vorentwurf so viel?
00:15:21: Das kann man ja mit KI machen und so weiter.
00:15:23: Das ist in eurem Bereich noch nicht so stark vorgedrungen wie im privaten Bereich.
00:15:27: Nein das ist bei uns kein großes Thema weil die Projekte so viele Rahmenbedingungen haben rechtlicher und technischer dass ich da überzeugend bin.
00:15:40: das wird noch ein bisschen dauern bis eine KI Das schafft insbesondere im rechtlichen Bereich, solange wir neben der Bauordnung sechshundertzeiten Weisungen haben.
00:15:56: Die Bordnung ist nicht durchgehend logischen Algorithmen zu fassen.
00:16:00: Das hat die Stadt Wien ja versucht und arbeitet weiter daran.
00:16:05: Die technische Prüfung nach OEB-Richtlinien funktioniert sehr gut weil die sozusagen einfacher und logischer in Algorithmen zu fassen sind.
00:16:18: Auf der Seite der Ausnutzbarkeit, der Bauplätze ist es so manikfaltig dass ich über KI-Tools eine Annäherung bekomme oder eine vorsichtige Variante bekommen oder manchmal eine falsche.
00:16:34: also da gibt es ja eine Reihe von Startups die zum Beispiel Volumenspotenziale ermitteln und mit denen sind wir in Kontakt.
00:16:46: Und manchmal liegen die sehr gut, und manchmal aber auch falsch.
00:16:50: Also dann sage ich immer wenn jemand wirklich eine präzise Auskunft haben möchte der kann sein Breed Check machen mit der KI Aber dann braucht er eine gute Studie.
00:17:04: KI ist ja mein Thema, deswegen schaut mich der Alex jetzt auch schon so erwartungsvoll an.
00:17:08: Wir haben in der letzten Folge über das Thema Robotics auch gesprochen und es wird immer mehr... Also es gibt schon immer mehr sogenannte Construction-KI, also Roboter die wirklich speziell für die Ausführung auf der Baustelle errichtet bzw.
00:17:25: gebaut werden und es gibt ja auch immer mehr Haustechnikroboter.
00:17:31: müssen Oder wie siehst du, das müssen da nicht Architekten in Zukunft auch abgesehen von der menschlichen Barrierefreiheit von Gebäuden an eine Roboter-Barriere Freiheit denken.
00:17:43: So dass die Reinigungsroboter problemlos reinfahren können sich auch problemlos in den Stockwerken bewegen können.
00:17:51: Zugangsysteme BMW hat das jetzt einmal probiert mit so einem Roboter im Werk, der sich als scheinbar sehr zuverlässig dargestellt hat.
00:18:01: Aber sie haben die ganzen Sicherheitssysteme und ich glaube, das ganze WLAN-System haben Sie dann ausbauen müssen damit dieser Roboter auch ständig irgendwie in Verbindung bleiben hat können mit seinem Server nämlich immer anders oder kennen wir zumindest weniger aus.
00:18:15: aber hast du da nicht... Habt ihr das schon irgendwie im Blick, dass ihr da eure Projekte so auch zukunftsfähig machen müsst?
00:18:24: Ist ein interessanter Aspekt weil der eigentlich im Tele-Business noch gar nicht vorgekommen ist.
00:18:32: Ich habe mich immer gefragt also Robotik führen?
00:18:36: sicher China momentan.
00:18:38: Absolut.
00:18:40: Ich hab mich immer gesagt warum bauen die Chinesen humanoide Roboter?
00:18:44: wir mit... zwei Beinen, die von irgendwelchen Repilien abstammen und uns halt so entwickelt haben sind evolutionär zu dieser Physionomie geworden.
00:19:01: Aber wenn ich einen Roboter bauen würde, würde ich dem vielleicht zum Beispiel drei Beine geben und nicht zwei Beine, weil damit ist er stabiler.
00:19:10: oder ich würde mir an die Beine unten raten geben gehen und rollen, also solche Dinge gibt es ja auch mittlerweile.
00:19:17: Also ich glaube dass die Roboterindustrie sich da schon Gedanken macht wie bringe ich meinen Roboter am besten in den Markt hinein?
00:19:29: Und nachdem Gebäude für Menschen gebaut sind baue ich meine Roboter so das sie menschenähnlich sind bedienen kann.
00:19:41: Dann habe ich natürlich einen Riesenspektrum an Gebäuden, das sich bedienen können.
00:19:54: In einem neuen Gebäude kann ich das natürlich gerade zuzutrittskontrollen und anders lösen.
00:19:59: also da gibt es technische Möglichkeiten.
00:20:02: Da braucht der Roboter nicht eine Chipkarte in einem Bedienfeld hinhalten.
00:20:12: Bei vielen Flughäfen keine Boardkarte mehr.
00:20:14: Das läuft über Gesichtserkennung und dann zeigt der Roboter halt seinen QR-Code oder schickt elektronisch seine Signatur dorthin, und dann darf er hinein.
00:20:26: Aber es würde dann wahrscheinlich doch auch in Richtung noch mehr Automatisierung gehen, in den Gebäuden.
00:20:32: Es muss ja in Richtung mehr Automation gehen und das wird sicher in der Planung schätze ich mal auch in irgendeiner Art und Weise niederschlagen müssen oder?
00:20:40: Also ich hoffe nicht dass sich das Niederschlagen wird müssen.
00:20:43: also wir werden vielleicht Ladeplätze Und Abstellplätze für diese Geräte benötigen.
00:20:50: aber Ich möchte eigentlich nicht Ein Wohnhaus oder ein Bürohaus so planen, dass ein Roboter jetzt da einfach putzen kann.
00:21:00: Das soll sich die Roboterindustrie Gedanken machen.
00:21:03: wie geht's das in einem menschgeprägten Umfeld?
00:21:07: Ich möchte vielleicht noch eine Ergänzungsfrage stellen weil wird abgesehen von Service und Haustechnik es geht immerhin ums Bauen bei Architektur.
00:21:15: Da ist es ja sehr wohl so, dass mein Eindruck ist, dass automatisierte vor allem in der Gebäudeerrichtung durchaus sich verbreiten.
00:21:25: Also bis hin zum drei D-Druck von Gebäuden und auch im Holzsystembau sind ja gewisse Fertigungsmethoden, die de facto fixfertigen auf die Rebauteile Bauelemente, fixfertige auf die Baustelle kommen bis auf das sie fast angeschlossen werden.
00:21:43: Das ist schon sehr fortgeschritten.
00:21:46: Und wie siehst du diesen Trendes?
00:21:47: Der sehr dynamisch stößt ein gewisser physische Grenzen im Moment.
00:21:52: Also das sehe ich durchaus sinnvoll und positiv.
00:21:57: Robotik auf der Baustelle, also Zusammensätzen von Fertigteilen zum Beispiel sind ja alles immer Aufgaben die auch nicht ganz ungefährlich sind.
00:22:08: Und da glaube ich dass der Einsatz von Robotern eine Qualitätsverbesserung bringt und auch eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen in Summe sozusagen für die Gesellschaft.
00:22:24: Was aus meiner Sicht jetzt schon super funktionieren müsste, ist die Bauüberwachung mit roboter Einsatz.
00:22:31: also gerade der Vermessungshund durch die Baustelle läuft den kann ich in der Nacht reinschicken und in der Früh kriege ich mein Ergebnis stehen die Wände überall an der richtigen Stelle.
00:22:45: so etwas ist wirklich super.
00:22:50: Also gerade diese Baustellenüberwachung durch KI und Robotik im Zusammenspiel zu optimieren, halte ich für eine wirklich gute Sache.
00:23:04: Das sind ja auch oft Dinge die will ja keiner machen, sage ich ganz ehrlich.
00:23:12: Da fallen mir, da gehen bei mir gedanklich zwei Strenge jetzt weg.
00:23:19: Der eine Strang ist das heißt ich kann die Baustelle rund um die Uhr betreiben solange sie nicht Lärmentwicklung oder sonst irgendwie in den Nachbarn stört oder Lärmlichtemissionen verursacht.
00:23:33: Das heißt ich erspare mal vielleicht Bauzeit
00:23:35: also
00:23:35: Zeit auf meiner Baustellung und der andere Strang mein Klassiker dann habe ich jetzt vergessen Aber das ist ja schon immer ein... Doch, das habe ich aus dem nächsten Strang im Kopf.
00:23:50: Und
00:23:52: wenn ich mal Bautzeit spare, wäre das dann nicht auch eine Kostnersparung?
00:23:55: Ja, in jedem
00:23:55: Fall!
00:23:56: Das heißt wir können ja wieder mehr in Richtung was man erst seit einem Jahr in unserem Podcast reden, wie kommen wir mal wieder Richtung leistbares Bau?
00:24:04: Das wäre dann eine Möglichkeit auf technologischem Fortschritt.
00:24:08: Genau, auf jeden Fall die großen Konzerne arbeiten da ja auch dran.
00:24:13: Und auch dieses Thema Modulbau, Serienbau gewinnt natürlich durch KI und Robotik an Fahrt.
00:24:23: Weil ein Roboter oder einen Dreidrucker der kann natürlich andere Dinge produzieren als die Platte mit dem Loch drinnen.
00:24:35: Insofern ist dann eine Individualisierung von vorgefertigten Gebäuden auch möglich.
00:24:45: Die müssen jetzt nicht alle gleich ausschauen oder die Wohnungen müssen nicht alle Gleichausschauen, das Ding bekommt im Werk.
00:24:51: ein Barcode wird auf die Baustelle geliefert der Kran hat einen Lesegerät, ein Scanner und weiß welches Element er wann wo hinsetzen muss.
00:25:04: Und das prägt mich jetzt zu meinem zweiten Strang, da haben wir jetzt wieder eingefangen ist nämlich zum Thema Daten.
00:25:09: Das heißt man muss ja eigentlich Das Architekt steht mir ja ganz am Anfang von einem Bauprojekt.
00:25:16: Von der ersten Idee, man schafft dann das Produkt aus der Idee die vorhanden ist.
00:25:22: Wenn ihr müsst schon anfangen mit den Daten korrekt zu arbeiten bzw.
00:25:27: die Daten so ausführlich aufzubereiten dass auf Basis eurer Daten die gesamte Baustelle bis hin eigentlich zum gesamten Lebenszyklus und da bin ich jetzt bei der Nachhaltigkeit damit dieses Bauvorhaben Picke auf, quasi sinnvoll genutzt werden kann.
00:25:46: Also der Planungsaufwand an sich wenn ich ein vorgefertigtes optimiertes Projekt auf die Baustelle bringen möchte und das dann auch mit einem digitalen Zwilling versehe- und rückbaubar mache ist natürlich ein viel größerer als vor dreißig Jahren oder vor vierzig Jahren.
00:26:09: Vor vierzig Jahren hat jemand mit dem Rapitograph einen Einrichtplan gezeichnet, dann hat jemand einen Polierplan gezeichnet.
00:26:17: Da gab es vielleicht zwei oder drei Indizes und Dekturblätter dazu.
00:26:22: Dann wurde das gebaut und dann war's fertig.
00:26:27: Und dazwisch wurde es mit der Rasierklinge ausgebessert?
00:26:29: Genau!
00:26:29: Das kann sich ja keiner mehr vorstellen als so.
00:26:31: da,
00:26:31: gell?
00:26:31: Wenn man zu oft mit der Rassierklingen an der gleichen Stelle das wird, hat man ein Inlay hineingeschnitten Und diese ganzen Daten müssen natürlich auch produziert werden.
00:26:46: Das ist etwas, das wird nicht nur von Architekten gemacht.
00:26:49: Da spielt ja letztlich dann eine ganze Entwicklungsbranche hinein und da muss man aber auch wiederum sagen... ...das ist jetzt nicht mehr nur Gebäudeplanung sondern das ist wirklich Gebäudientwicklung aus technischer Sicht wenn man sich anschaut den Entwicklungsaufwand eines Autos und die zugehörige Serienproduktion.
00:27:15: Da gibt es ein Verhältnis, das offensichtlich irgendwie passt sonst würden wir uns Autos nicht leisten können.
00:27:21: aber dass ist aus meiner Sicht etwas was man vielleicht noch nicht im Radar hat wie viel Entwicklungskosten dann für ein Gebäude entstehen und das muss letztlich der Nutzer ja auch wieder bezahlen.
00:27:36: Also das ist nicht zu unterschätzen.
00:27:38: Wir haben es jetzt zum ersten Mal wirklich bei einem Angebot ausgerechnet, wo digitaler Zwilling bimmfähig für Facility Management im Nachgang verwendbar was das alles heißt und dann liegen wir ungefähr bei den doppelten Planungskosten.
00:27:57: Aber das muss ja eigentlich die Zukunft sein weil sonst kann ich ja Das liefert ja eine Basis für so Programme, wie Madasta.
00:28:08: Wenn ich Sanierungen habe oder wenn ich Austausch hab, dass sich diese Gebäude teile, halt dann auch wieder irgendwo anders wiederverwenden kann?
00:28:15: Richtig!
00:28:17: Ich seh da gerade bei diesen Bauteiltatenbanken allerdings noch sehr viel Idealismus.
00:28:24: Es gibt mittlerweile mehrere Plattformen die wirklich einen akzeltigem Handbaustoff markt betreiben, aber es wird immer sozusagen dieses Lager dazwischen geben müssen.
00:28:39: Also und ich glaube dass die Firmen diese Secondhand Shops betreiben dieses Katalogisieren eigentlich machen müssen.
00:28:49: Das wird rückgebaut das Gebäude muss so ausgeführt sein, dass ist zerlegbar ist, dass in Schichten trennbar ist In einem Zweitmarkt, dann gibt es Firmen, die sagen okay ich kaufe jetzt diese Holzverbundplatten ab oder ich kauffe jetzt die Quadratmeter-Paketboden aus der Sporthalle und ich kauf jetzt vielleicht die Fenster.
00:29:18: Und dann muss es auch einen Käufer geben, der sagt ja ok, diese Fenster, weil die sind vom Zustand und vom Alter für mein Bauvorhaben ausreichend.
00:29:31: Aber ich glaube es ist idealistisch zu sagen Ich katalogisiere meinen Gebäude und ich zerleg das dann Wer hat von dieser Information was?
00:29:46: Also Das gibt nicht zufällig das Bauverhaben, was genau wenn ich mein Gebäude zerlege dann genau die Fenster haben möchte.
00:29:57: Genau zu dem richtigen Zeitpunkt wo du dein Gebäudel nimmst?
00:30:00: Genau wir hatten bei einem Bauvorhaben genauso einen Zufall und es war zu Beginn des Ukrainekriegs haben wir eine Industrieheule gebaut Holzleinbinder und Dreischichtplatten oder Breitschwerholzplatten Und es gab kein Brettsperrholz.
00:30:17: Dann sagt der Timmermann, Gerastorf bauen Sie gerade eine Halle ab ob wir was dagegen haben wenn er diese Platten weiterverwendet und sagen dann bitte super genau so muss es sein.
00:30:29: aber das ist ein Zufall das einmal passiert wo wird dieses Reuse wirklich geschafft haben?
00:30:38: Auf anderer Stelle wiederum, wenn man jetzt seine dreißig Jahre alte Holzhalle abbaut Und du schaust dir die Leimbinder an, da hat man dann oft Delaminierungsprobleme.
00:30:50: Das heißt, sie sind dann oft auch gar nicht mehr wiederverwendbar und wir haben Holzhallen, die eigentlich rückgebaut werden müssen weil es ist allgemein bekannt bestimmte Leimatten gegeben hat
00:31:05: usw.,
00:31:06: die jetzt am Ende ihrer Lebensdauer
00:31:08: sind.".
00:31:13: sehr vorblich und sehr löblich.
00:31:16: Das ist das ganze Thema mit Rückbau, Wiederverwendung und Reuse aber praktisch einfach noch nicht im...
00:31:22: Ja es braucht dann wirklich eben Börsen und einen Markt und auch entsprechende Lagerstätten.
00:31:28: wo man dann sagt da gibt's eine Firma die spezialisiert sich jetzt auf den Reuse von Holzbauteilen Und sie haben Riesenhalle unter links.
00:31:36: das alles rein.
00:31:37: und dann weiß ich auch als Baufirma oder Ziemereibetrieb Wenn ich bei denen anfrage, habe ich eine gute Chance, dass ich Elemente bekomme die auch wieder einsetzen kann.
00:31:51: Da hat das Holz natürlich den Vorteil, das kann man nachbearbeiten.
00:31:57: Laminiere ich eine zusätzliche Schicht drauf oder ich fresse mir irgendwas ab?
00:32:01: Das ist da das Holz großartig.
00:32:04: Vielleicht führt das zukünftig zu einer gewissen Standardisierung in Bereichen, dass doch sich Dinge standardisieren Mit dem Hintergedanken ist allenfalls wieder zu verwenden.
00:32:15: Bauteiltechnisch?
00:32:16: Ja, es ist ein interessantes Thema.
00:32:21: Idealistischer
00:32:21: Ansatz.
00:32:23: Ja ja ich überleg gerade.
00:32:24: wir haben gestern den ersten großen Workshop gehabt für das Quartier in der Eibengasse wo... ...von von zwanzig Bauträger, sage ich jeweils rund hundert Wohnungen richten und da gibt's Und jeder hat so seine Vorschläge, welche Elemente aus welchem Material.
00:32:49: Das wäre jetzt interessant wenn man diesen fünfundzwanzig Teams im Vorfeld die Vorgabe gegeben hätte.
00:32:55: hier ist euer
00:32:57: USB-Katalog
00:32:59: und mit diesem Elementen Baudiobit.
00:33:02: Interessant was da herausgekommen wäre.
00:33:05: Ja, ein dreihundertsechzig Grad Blick in dreiunddreißig Minuten.
00:33:09: Ich würde Sandra gerne... ich habe noch eine Frage aus der Kategorie Persönliches.
00:33:14: Ist das okay?
00:33:15: Lieber Andreas also man kann auf eurer Webseite ja sehen was ihr alles gemacht habt will ich sehr beeindruckend.
00:33:23: Was würdest du gerne noch planen?
00:33:25: gibt es etwas wo man
00:33:27: vielleicht auch günstiger
00:33:28: bekommt weil du unbedingt einen Flughafen, ein Opernhaus.
00:33:33: Was würdest
00:33:34: du gerne ...?
00:33:35: Du
00:33:38: hast den Flughafengenannt.
00:33:39: tatsächlich.
00:33:40: also wenn man mir diese Frage stellt dann wäre meine Antwort immer also Flughafe würde mich wirklich sehr interessieren weil es gibt super Flughäfen und es gibt ganz schlechte Flughöfen.
00:33:55: Es würde auch reichen, wenn der auf einer kleinen griechischen Insel ist und nur zwei Gates hat.
00:34:00: Aber man kann da so viel richtig und falsch machen... Also ich bin zum ersten Mal vollkommen geflasht gewesen wie ich in Hongkong auf dem neuen Flughafen von Norman Foster gereist bin sensationell der von der Funktionalität, von der Übersichtlichkeit für den Passagier ist.
00:34:26: Man steigt aus dem Flugzeug aus geht den Gang entlang kommt Niveau frei zum Gebaixband nimmt seinen Koffer es öffnet sich eine Schiebedür also Basskontrolle gibt's natürlich auch.
00:34:41: dann öffnete sich eine schiebe Tür und am anderen Ende der Halle steht der Zug mit geöffnerter Tür.
00:34:48: Ich komme gar nicht auf die Idee, irgendein anderes Verkehrsmittel zu nehmen als den Zug der vor mir steht.
00:34:57: Und dann fahre ich in die Stadt drin und beim Rausfahren gebe ich mein Gebeck in der Stadt ab.
00:35:02: Idealerweise fahr meinen Zug wieder raus und komm mit dem Check-In Schalter lasse ich neben mir liegen und kommt dann auf eine Embore an und schaue von dieser Embore runter bis zum Gate.
00:35:17: Den ganzen Gang nach hinten.
00:35:19: Ich sehe auch dort rechts, hinten dort muss ich hin.
00:35:21: Das ist großartig.
00:35:22: Ich denke
00:35:22: immer, man muss es nicht aussprechen dass sich alle Hörerinnen und Hörere jetzt denken wie das am Flughafen Wien ist?
00:35:28: Ja!
00:35:29: Das ist ein Mysterium für Insider.
00:35:35: Ah gut also ich höre heraus Infrastruktur-Projekte werden denn?
00:35:40: Ja
00:35:40: ja das finde ich super interessant.
00:35:44: Vielleicht kommt die Deutsche Bahn auf dich zu.
00:35:46: Liebe
00:35:48: Andreas, ich würde sagen vielen herzlichen Dank.
00:35:50: Danke für diese spannende Interview.
00:35:52: Ich glaube wir könnten auch ewig weiter reden bzw.
00:35:54: jedes einzelne dieser Themen die wir jetzt kurz angeschnitten haben noch weiter ausbauen.
00:35:58: und wie sagt der Alex immer so schön?
00:36:00: Vielleicht hören wir uns in einem Jahr nochmal und reden dann nochmal drüber.
00:36:04: Vielen
00:36:05: Dank ihr!
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