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TRP #38 - Österreichs Wirtschaft: Warum Zinspolitik allein nicht reicht - Matthias Reith im Gespräch

Shownotes

Im Mittelpunkt stehen die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für Österreichs Immobilienbranche:

- EZB zwischen Inflationsbekämpfung und Konjunkturschwäche: Warum importierte Energiepreissteigerungen die Geldpolitik erschweren.
- Investitionen unter Druck: Welche Rolle Lohnkosten, gesunkene Unternehmensgewinne, Bürokratie und Demografie spielen.
- Zukunftsmodell für den Standort: Warum die Industrie neben einem Kostenproblem auch vor einer Transformationsaufgabe steht.
- Wohnimmobilienpreise und Finanzierung: Warum der Gast keine Rückkehr zur Nullzinsphase erwartet und für 2027 moderate Preissteigerungen von zwei bis drei Prozent prognostiziert.
- Wohnungsbau ohne rasche Erholung: Was rückläufige Baugenehmigungen für das künftige Angebot bedeuten.
- Regionaler Wohnungsmangel: Warum Wien, Innsbruck und Salzburg anders zu beurteilen sind als stagnierende oder schrumpfende Regionen.

Die Zins- und Marktausblicke sind Einschätzungen zum Gesprächszeitpunkt und stehen unter dem Vorbehalt hoher Unsicherheit.


Kontakt: the-real-pain@resh.at

Transkript anzeigen

00:00:05: Herzlich willkommen zu unserer aktuellen Folge von The Real Pain.

00:00:10: Wer sich auf LinkedIn regelmäßig mit dem Immobilienmarkt Zinsen und Konjunktur beschäftigt, da kunden wir uns an unserem heutigen Gast nicht wirklich vorbei.

00:00:21: Wir haben uns heute den Matthias Reit, den Senior Economist bei Reifers & Research eingeladen und er beschäftigt sich ja intensiv auch mit dem Wohnimmobilien Markt.

00:00:33: Lieber Matthias, es freut mich sehr dass du heute bei uns bist.

00:00:37: Ich darf dich bitten dich kurz vorzustellen und vielleicht reden wir dann auch gleich über die letzte Woche was da nicht passiert ist nämlich es hat keinen weiteren Zinsschritt gegeben obwohl viele in der Branche beziehungsweise überhaupt im Immobilienmarkt und der gesamten Wirtschaft einen Zinschritt wieder erwartet haben.

00:00:55: aber Gott sei Dank ist nichts passiert.

00:00:57: herzlich willkommen!

00:01:02: Matthias Reit, ich bin bei Reifeisen Research beschäftigt.

00:01:05: Das ist die zentrale Research-Einheit des österreichischen Reifeisensektors.

00:01:11: Ich bin dort seit... Puh!

00:01:13: Irgendwann habe mich aufgehört zu zählen.

00:01:15: Mittlerweile sechzehn Jahren Vom ersten Tag bis zum heutigen Tag beschäftige ich mich mit der österreichische Volkswirtschaft von A bis Z Von A wie Arbeitsmarkt bis Z Bezinsen, das ist ja auch gerade schon angeteasert Naja.

00:01:28: und seit einigen Jahren beschäftige ich mich aber auch mit dem österreichischen Wohnimmobilienmarkt.

00:01:35: Also die Konjunktur, der Österreichs Reukwirtschaft das ist mein Brot und Butter-Geschäft, aber seit einigen Jahren auch ein verstärkter Fokus auf den österreichischem Immobilienmarkt.

00:01:44: damit habe ich angefangen ungefähr... wann war das?

00:01:48: Im Frühjahr zwanzigzwanzig den Gesamtmarkt in Österreich Aber seitdem eben auch verstärkt die österreichische Bundesländer.

00:01:57: also wenn man mal so nette Bundesländerreport sowie die österreichischen Bundesländerei umdurch analysieren und ich erinnere mich noch daran an die erste Pressekonferenz, die wir hatten.

00:02:08: Die war Ende Februar zwanzigzwanzig.

00:02:11: Wir wissen alle was danach gekommen ist.

00:02:12: das war so eine Zeit da, wenn man sich dann nicht mehr ganz so sicher soll man auch die Hände schütteln oder wenn es besser sein lassen.

00:02:18: also ja österreichische Wirtschaft Brut-und-Buttergeschäft aber auch ein starker Fokus auf den österreichisch Wohnimmobilienmarkt von Bregenz bis Eisenstadt.

00:02:30: Und du hast ja im Immobilienmarkt große Bekanntheit quasi erlangt durch deine LinkedIn-Post.

00:02:39: Du bist immer sehr up to date und gibst uns da immer Einblicke in die Wohnimmobilienmarktsituationen, auch in die generelle Marktsituation.

00:02:50: Wie ist das eigentlich dazu gekommen?

00:02:51: Dass du so flinkt in der Supportspassant geworden bist

00:02:53: bzw.,

00:02:56: War das geplant so oder hat sich das einfach ergeben?

00:02:58: Indem ich einfach angefangen habe, einfach gemacht hab.

00:03:01: Das war meine freie Entscheidung und es war jetzt nicht irgendwie der Auftrag von oben das zu machen.

00:03:06: Es wird Freut sich hier, dass ich's mache weil dann auch praktisch ein bisschen Werbung ist für Ravisen Research.

00:03:13: Na!

00:03:13: Ich habe einfach gesehen dort kann man sehr gut die Botschaften anbringen Und die Zielgruppe da auch passend also für Instagram und alles was danach gekommen ist bis schon viel zu alt Ding, aber LinkedIn.

00:03:25: Das war eigentlich so genau das wo es gepasst hat.

00:03:28: Perfekt!

00:03:30: Kann ich auch erinnern dass Alexander und ich da nach der Expo kurz drüber gesprochen haben, dass das irgendwie so das Gefühl in diese Richtung geht, dass die Zinsen noch weiter steigen werden?

00:03:39: Jetzt hat aber die Fett- und die EZB haben aber letzte Woche B- und Zinssetzungen eben nichts gemacht.

00:03:44: Die Zins sind gleich geblieben.

00:03:47: Was schließen wir daraus bzw was schließt du daraus?

00:03:49: beziehungsweise warum sind die Zinzen nicht erhöht worden?

00:03:52: Ja, das Thema EZB und Simsen.

00:03:55: Das hängt natürlich maßgeblich auch mit dem Thema Inflation zusammen.

00:03:59: Und ja sicher ist dieser Tage nur eines und es ist die Unsicherheit.

00:04:03: Das haben wir Ende Februar diesen Jahres gesehen.

00:04:06: da hat die Inflasion ein unrühmliches Comeback gefeiert.

00:04:10: zu Jahresbeginn war in Österreich wie auch in Europa eigentlich alles aufgelegt für einen Mitblick auf die Ininflation.

00:04:17: erfreulich Unerfälliges Jahr.

00:04:19: dann hatten sie aber wieder mal Geopolitik einen Strich durch die Rechnung gemacht.

00:04:26: Ich muss jetzt kurz über die Inflation sprechen, weil damit stets und fälst dann auch mit Blick auf die Zinsen.

00:04:32: Und ja zu Jahresbeginn wir sind von diesen Inflationsgipfel heruntergekommen.

00:04:39: Wir hatten ja zwanzig, zweinstellige Inflrationsraten.

00:04:44: Da sind wir nicht zurückaufgestiegen aber sehr wohl auf einem kleinen Inflitionsgipfe.

00:04:50: Die Infation krebst jetzt irgendwo zwischen drei und vier Prozent herum.

00:04:54: Und das Ganze ist eine ziemlich zache Geschichte, also auch wir haben gesagt nach Beginn des Jahrantrieges das ganze ist innerhalb von ein paar Wochen irgendwo erledigt.

00:05:04: ja gut Ende März haben wir dann gesehen dass mit den paar Wochen es geht sich langsam nicht mehr aus und Es geht jetzt nicht wirklich vor es geht auch nicht zurück.

00:05:12: die Ölpreise sind klar über hundert Dollar und die Infation ist einfach hartnäckiger als man das im Frühjahr dieses Jahres erwartet hat.

00:05:22: Und ... ... zwanzig-zweiundzwanzig, ich hole jetzt wirklich sehr, sehr weit aus.

00:05:28: da hat die EZB nicht zu spät aber sehr wohl später geht.

00:05:33: sie hat sehr lange gesagt das ganze ist nur temporär und da schauen wir hin durch wie es so schön immer geheißen hat bei den Zentralbänkern und dann müssen wir jetzt nicht die Zinsen anheben weil wenn wir die Zimsen da hinein anheben, dann sind wir erst in dieser gefüchteten Deflation wieder zurück.

00:05:49: Das war ja die große Sorge bis zum Jahr zwanzig-zweiundzwanzig nicht die zu hohe sondern die zu niedrige Inferktionen.

00:05:56: das haben wir schon aus unserem Bordschatz gestrichen.

00:05:58: also die ZB hat damals spät reagiert, nicht zu spät aber spät.

00:06:02: eine erste Zinsanhebung zwanzich-zweindzwanzigt Die hatten wir am vierzehnten Juli.

00:06:06: Da war die Inferition nicht bei zwei Prozent Nicht bei fünf, nicht bei sechs, nicht sieben, nicht acht sondern neun Prozent.

00:06:14: Und die Folge war, die EZB musste eben umso stärker auf die geldpolitische Bremse treten und diesen Geist wieder zurück in die Flasche zu bekommen.

00:06:22: Und diesen Vorwurf spät gehandelt zu haben, den wollte sich die Zentralbank diesmal im Jahr zwanzig sechsundzwanzig nicht noch mal gefallen lassen.

00:06:30: Deswegen haben wir im Juni eine erste Zinsanhebung bei einer Infektion von in Anführungszeichen nur drei Prozent gesehen – im September eine zweite Zins-Anhebung.

00:06:40: Also die Ezb ist dieses Mal etwas ja... Schneller dran, verglichen wir es mit dem Jahr zwanzig-zweiundzwanzig.

00:06:46: Und ein positiver Blick auf die Inflation ist... Wir haben bisher noch nicht diese viel gefürchteten Zweitrundeneffekte gesehen, dass sich also die Ininflation in immer mehr Lebensbereiche hineinfrüßt.

00:07:00: Das war die große Sorge nach Beginn des Iranklicks, weil das ist klar!

00:07:06: dass irgendwo am andern der Welt ein Krieg beginnt.

00:07:08: Und deswegen bei uns die Menzinpreise und die Inflation steigen.

00:07:11: dafür, kann die EZB nix?

00:07:13: Die EZ B kann und muss aber dafür sorgen, das die Ininflation nicht zu einem regelrechten breiten Phänomen wird sich also in immer mehr Lebensbereiche hineinflusst.

00:07:21: Das sind zwei Trundeffekte!

00:07:23: Und die haben wir bisher noch nie so stark gesehen.

00:07:25: es war die Großbefürchtung und ja deswegen hat die ZB jetzt sondern mal wirklich auch eine Frage zu beantworten im Oktober die Füße stillgehalten, weil jetzt dieser Druck noch nicht so groß war diese zeitdruhenden Effekte einzufangen.

00:07:40: Aber klar hat die Energiepreise sind hoch der Weitergabeprozester wird in die Gänge kommen und deswegen ist es schon auch folgerichtig dass dann in den nächsten Monaten nochmal eine Leitzinschraube gedreht wird.

00:07:54: wir haben jetzt Prognosen drin für Dezember einen weiteren kleinen Zinsschritt im Ausmaß von twenty-fünf Basispunkten und dann unserer Meinung nach Stand heute einen finalen Zehnschritt im März von abermals, äh, fünfundzwanzig Basispunkt.

00:08:09: Aber natürlich das haben uns auch die letzten Jahre gelernt, die Prognosen sind dazu da um revidiert zu werden weil wie schnell wemts wir operieren an einem Umfeld der sehr sehr großen Ohnsicherheit und es ist natürlich schwierig.

00:08:22: aber jetzt mal Halten Spaß gesagt ist es natürlich auch immer irgendwo bequemer als Ökonom, weil man hat immer einen anderen Schuldigen.

00:08:29: Warum die eigenen Prognosen nicht eintreffen?

00:08:31: Also jetzt hat die EZB im Oktober erstmal die Füße stillgehalten, weil das Druck noch nicht so groß war gleich nach der September-Sitzung nochmal nachzulegen.

00:08:40: aber wir gehen schon davon aus, weil eben die Energie Komponente weiter ein Thema sein wird und dieser... Überwälzungsprozess, der kommt dann früher oder später in die Gänge und um das bestmöglich im Zaun zu halten dürften die Zinsen seitens der EZB noch weiter steigen.

00:08:55: Aber keinen Aufdick auf diesen Zinsgipfel den wir hier sehen haben, weil das inklationäre Umfeld immer noch ein anderes ist als damals Und die EZB wird am Ende des Tages erfolgreich sein, wird den Geist zurück in die Flasche bekommen.

00:09:13: Das heißt, Ende nächsten Jahres kann man dann schon wieder über sinkende Leidzien zu sprechen.

00:09:18: Etwas das ich dann im Jahr zwanzig achtundzwanzig vorzusetzen könnte.

00:09:23: Die Hoffnung stirbt zuletzt?

00:09:24: Genau!

00:09:25: Ja herzlichen Dank also auch fürs Protokoll.

00:09:28: Ich glaube deine Einschätzungen, du warst ja sich da alleine so und ich habe das recherchiert, dass so viele Marktteilnehmer haben eigentlich ähnliche Prognosen erstellt nicht halt genau auf die Sitzung, denen haben vielleicht gesagt das wird jetzt im Oktober sein.

00:09:40: Andere gehen von Ende des Jahres aus aber den meisten sprechen von dieser nochmaligen Erhöhung um fünfundzwanzig Punkte.

00:09:48: heuer Das ist das was ich jetzt aus dem Research wahrnehme und es gehen auch viele davon aus dass wir Beginn des nächsten Jahres nochmal einen Schritt sehen würden.

00:09:57: also das deckt sich mit anderen Häusern.

00:10:01: Ich möchte gerne auf das Thema Konjunktur kurz kommen weil sofort korrigieren.

00:10:07: Aber das ganz vereinfachte Bild der Volkswirtschaft ist ja, Zinsen senken Konjunktur aktivieren, Zinzen erhöhen, Inflation bekämpfen.

00:10:17: Jetzt haben wir aber die Situation, dass wir ja schon ein fundamentales konjunkturelles Problem in Europa haben und wir wissen auch weshalb es ursprünglich zu Nullzins, sogenannten Null-Zinspolitik kam.

00:10:30: Wir haben jetzt im Übrigen ganz normale Zinsn im langfristigen Vergleich sogar günstige Zins.

00:10:36: Das wollen heute viele nicht wahrhaben, die zu Zinsen vor zwanzig-zweiundzwanzig finanziert haben.

00:10:40: Aber das ist Fakt!

00:10:41: Wir haben jetzt ganz normale Zinse.

00:10:45: Ist es nicht ein Dilemma für Zentralbanken?

00:10:49: Dass ich auf der einen Seite eigentlich einen mittelfristigen Ausblick korrigiere mich aber der ist ja jetzt nicht konjunkturell blühend.

00:10:55: also wir reden nächstes Jahr wieder von Wirtschaftswachstum.

00:10:59: wenn man Wachstums alles unter einem Prozent des Wachstone bezeichnen will ok Also erinnert mich immer so wie, ich glaube unter drei Prozent abeslosen Quotes Vollbeschäftigung.

00:11:09: Das erinnere mich an diese Prozentsatzinterpretationen.

00:11:13: Ist das nicht ein großes Dilemma?

00:11:15: Weil der Ausblick konjunkturell ist jetzt nicht wirklich berausscheinend.

00:11:18: auf der anderen Seite will ich die Inflation bekämpfen.

00:11:21: Jetzt für unsere Hörerinnen, die ja sozusagen teilweise überwiegend aus dem mobilen Bereich kommen und aus dem technischen Bereich Kann man das ein bisschen erklären.

00:11:31: oder siehst du, dass nicht auch als ein Dilemma der Zentralbanken sozusagen auf der einen Seite die Konjunktur zu unterstützen mit Zinsmaßnahmen?

00:11:38: Auf der anderen Seite die Inflation zu bekämpfen.

00:11:40: Ja, das ist natürlich in dieser Tage ein großes Problem insbesondere in Österreich weil die Konjonktur in Österreich ist noch mal schwächer als im Eurozone-Schnitt.

00:11:49: Gleichzeitig ist die Ininflation eigentlich auf dem Eurozone Schnitt jetzt aktuell ist sich ein bisschen runter.

00:11:54: aber wollen wir nicht katholischer sein als der Papst?

00:11:56: also im Prinzip Inflation auf Eurozone-Schnitt und eine schwächere Konjunktur.

00:12:01: Das Grundproblem ist dieser Tage, dass wir eine importierte Influsion haben.

00:12:06: Die Inflition ist ja jetzt über dem Ziel wert.

00:12:08: nicht weil die Konjunktion brummt, weil die Konsumenten fleißig konsumieren, weil Unternehmen fleiß sich investieren – das ist ja nicht der Grund warum wir mit der Inflasion aktuell ein Problem haben.

00:12:19: Nein!

00:12:19: Weil wir eine impotiert Infektion haben, weil wir gestiegene Preise fossile Energieträger haben Die beruhen uns die Teuerung nach obenfach.

00:12:27: Wir sind der Tats vollkommen richtig, ist das ein Problem für die Zentralbanken?

00:12:30: Dass die Konjunktur wenn wir uns die Wachsumsraten anschauen eigentlich wird es keine steigenden Zinsen bräuchten und es gilt insbesondere höchstreich ja Es gibt einen Leitzins für die gesamte Eurozone aber natürlich ist jede Konjunktion in Europa oder jedes Land konjunktuell mit einem anderen Tempo unterwegs Und wir hatten jetzt im ersten halben Jahr gar kein konjunktuelles Tempo.

00:12:54: Wir sind schrill gestanden und trotzdem hat die EZB die Zinsen erhöht, also rein aus konjunktellen Gesichtspunkten würden wir eigentlich in Österreich einen niedrigeren, leitzinserniedrigeren Zinsniveau benötigen.

00:13:06: Das heißt für uns ist dieser Gegenwind was jetzt Investitionen, was jetzt Konsum anbelangt für die Konjunktur noch mal das größere als in der gesamten Eurozone?

00:13:15: Also ein schwieriges Umfeld keine Frage.

00:13:19: Jetzt komme ich zu meiner Frage, die ich im Vorgespräch auch schon angekündigt habe.

00:13:24: Aber wie soll es dann weitergehen?

00:13:25: Ganz ehrlich, man kriegt ja nur mehr mit oder ihr kennt sie vielleicht auch am eigenen Leib.

00:13:32: Alles wird irgendwie teurer.

00:13:34: Andererseits für Unternehmen können sich aber nicht mehr leisten weil die Wirtschaft ja einfach nicht boomt.

00:13:41: Anderseits soll man investieren kann aber nicht investieren wenn die Zinsen höher sind.

00:13:46: also ich habe das Gefühl dass ich stelle jeder nur still und erwartet auf irgendwas.

00:13:51: aber auf was warten wir?

00:13:52: Also kann man den Wort.

00:13:53: Hast

00:13:53: du Lösungsvorschläge?

00:13:57: Nein, aber um jetzt da so ein bisschen diesen Turnaround zum Immobilienmarkt wirklich speziell zu kriegen wir haben Wohnungspreise steigen wieder Es wird nichts nachproduziert.

00:14:09: Das heißt, die Nachfrage ist höher als das Angebot.

00:14:12: Andererseits hört man dann aber im Mobilion über dreihunderttausend Euro können kaum mehr vermarktet werden weil es diesen Markt zwischen drei und sechshundertausend Euro kaum mehr gibt, weil sie das keiner mehr leisten kann oder die Finanzierung dafür nicht mehr kriegt.

00:14:25: Was machen wir denn da an?

00:14:27: Ja... alles schwierig!

00:14:30: Alles eine schwierige Mengellage.

00:14:32: ich meine wenn jetzt mal besser gesamtwirtschaft erst einmal bleiben.

00:14:35: natürlich sind die Zinsen Klare Gegenwind für die Investitionen, auch für den Konsum.

00:14:43: Aber es ist nicht der einzige Gegenwind.

00:14:45: Die Zinsen können wir nicht beeinflussen... ...die Rahmenbedingungen, die auch nicht wirklich erbauerndlich sind dieser sonstige Gegend.

00:14:54: Das können wir schon und da haben einige Investitionsbremse in Österreich.

00:14:57: also ich spreche jetzt nicht zunächst nicht einmal über den Immobilienmarkt sondern an den gesamten Investitionern.

00:15:04: Wir haben das Thema der Lohnkosten durch ein Stück Kosten.

00:15:08: Also wir haben in den letzten Jahren mit Blick auf die Lohnpolitik wenig bis gar nichts richtig gemacht, sondern ja alles falsch.

00:15:16: Wir haben wie eh und je die Lohnpolitik gemacht sprich Inflation als absolute Untergrenze.

00:15:22: am besten darf noch ein bisschen mehr sein das heißt eine Lohnpolitik mit Scheulklappen ohne Rücksicht auf die wirtschaftlichen Gegebenheiten.

00:15:30: Und das war in Europa anders.

00:15:33: auch dort hat die Konjunktur nicht gebrummt Und dort hat man stärker die wirtschaftlichen Gegebenheiten im Blick gehabt bei der Lohnpolitik und leben eben nicht die Inflation eins zu eins mit den Löhnen abgegolten.

00:15:49: Also, wir hatten zeitweise in Europa die höchsten realen Anstiege bei der schwächsten Konjunktur.

00:15:56: Man findet den Fehler – das passt nicht zusammen.

00:15:58: also die Arbeitnehmer haben von dieser Rekordrezession, die wir zum Beispiel beim Jahr Ein Gehaltszettel war davon nichts zu sehen.

00:16:12: Da stellt sich jetzt die Frage, wie haben die Unternehmer darauf reagiert?

00:16:15: Dass die Lohnkosten viel stärker gestiegen sind bei uns als im europäischen Ausland – bei unseren Wettbewerbern, das muss man ja sagen!

00:16:24: Sie abnehmen zwischen Pest und Kohlera.

00:16:26: Entweder diese deutlichen Lohn-Kostenanstiege eins zu eins an die Endabnehmer im Ausland weiterreichen dann hätte man sich vollends aus den Märkten herausgepreist oder das Ganze auf die eigene Kappe zu nehmen, um dann mehr schlecht als recht noch die Marktenteile zu halten.

00:16:40: Sie haben sich für letzteres entschieden, sie haben diese Lohnanstiege nicht eins-zu-eins weitergereicht.

00:16:45: damit konnte der Marktenteil am außen noch irgendwie gehalten werden aber das ging natürlich zulasten der Gewinne Stand.

00:16:54: heute sind österreichische Unternehmen ganz klar weniger profitabel als die Unternehmen in der Eurozone.

00:17:00: Das war bis zwanzigzwanzig, dreinzwanziger anders.

00:17:03: Wir waren ja seit der Eurozonen Gründung ein Land wo die Unternehmen profitabler waren als ein Eurozonschnitt.

00:17:10: bei uns ist die Profitabilität in den letzten Jahren dahingeschmolzen.

00:17:14: wir das Eis der Sommerhitze.

00:17:16: und es ist klar wer weniger Gewinner erwirtschaftet kann weniger investieren.

00:17:21: das heißt diese insgesamt immer noch eher verhaltene Investitionszettigkeit ist auch vor dem Hintergrund der gesunkenen Gewinne zu sehen.

00:17:29: Es wurde im Feuer wieder investiert, es wird weiterhin ein bisschen investiert aber da reden wir über Ersatzinvestitionen und man hat alte Maschinen jahrelang verwendet.

00:17:39: Da hat man gesehen okay diese sehr lange Industrie-Retzsession die ist den Feuer ausgelaufen, die Industrieunternehmer haben wieder Licht am Ende des Tunnels gesehen und haben das zum Anlass genommen dann diese sehr alten Produktionsanlagen endlich einmal auszutauschen.

00:17:53: Aber der wird denn nur in den Bestand, in den Erheit des Bestands investiert und da reden wir nicht über die Zukunftsinvestitionen.

00:18:00: Wenn österreichische Unternehmen investieren, machen sie es in der Regel im Ausland wo die vielfältigen Grammelbedingungen dazu zählen auch diese Lohnkosten einfach günstigere sind als bei uns.

00:18:09: das heißt also dann muss man jetzt eben wieder rauskommen.

00:18:12: Das Kind ist einmal im Brunnen gefallen.

00:18:14: d.h.

00:18:14: Wir brauchen jetzt einfach Jahre in denen in den Lohnverhandlungen die Inflation die Untergrenze ist, sondern die absolute Obergrenze.

00:18:23: Also einige Jahre, wo man unterhalb der Inflation abschließt positiv.

00:18:29: wir haben im bisherigen Jahresfall auf erste Schritte in dieser Richtung gesehen also die Tarifabschlüsse die wir seit Jahresbeginn gesehen haben die waren im Schnitt ein gutes halbes Prozent unterhalb de rollierende Inflations.

00:18:42: weniger positiv.

00:18:43: auf diese ersten Schritte müssen viele viele weitere folgen und eine ganze Wanderung in dieser Hinsicht hinlegen.

00:18:50: Wenn sich das in diesem Tempo weiter fortsetzt, dann brauchen wir zehn Jahre um diesen in den letzten Jahren erlittenen Verlust ein preislicher Wettbeerbsfähigkeit Ex-Post wieder einszufangen.

00:19:00: Also wir haben in kurzer Zeit sehr viel Porzellanz erschlagen und um diesen Scherbenhaufen wieder zusammenzukehren, brauchen wir jetzt einfach sehr lange.

00:19:11: Das ist ein Gegenwind für Investitionen, für unser Wachstum.

00:19:15: Es gibt aber noch viele weitere Bürokratie Auf das, was aus Brüssel gekommen ist, da hat man gut und gerne immer noch eins draufgesetzt.

00:19:22: Da waren wir einfach katholisch als der Palmst Stichwort Gold-Pating.

00:19:25: Und wenn sich die Unternehmen mehr Gedanken müssen machen wie sie irgendwelche Formulare korrekt ausfüllen weil es überre Produkte und Kunden läuft irgendwas schief.

00:19:35: Demografie ist auch eine große Wachstumsbremse.

00:19:40: Wir rasen zwar nicht ungebremst aber doch mit einer hohen Geschwindigkeit auf die demografische Mauer zu.

00:19:44: ab zwanzig achtundzwanzig wird die Zeit der Menschen, die in Österreich dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen nicht wachsen sondern schrumpfen.

00:19:52: und ab dann Jahr für Jahr.

00:19:55: Und es ist klar sind weniger Hände da kann wieder weniger produziert werden.

00:19:59: und wenn diese und andere Wachstumsbremsen nicht gelöst werden ja dann sind Zuwachsraten dann sind Wachslungsraten im Ausmaß von null bis einem Prozent die neue österreichische Realität.

00:20:11: und da braucht man nicht in die Zehne zurückzuschauen wo man dann sieht, okay wir sind damals in den zehn Jahren und es steht eineinhalb Prozent gewachsen.

00:20:17: Na das ist ja nicht unser Maßstab die null untergrenzt wird.

00:20:21: Das ist dann unseren Maßstabe.

00:20:23: Das heißt sie haben diverse Wachsungsbräume und die führen einfach dazu dass wir im Wettrennen mit den anderen europäischen Ländern absehbar hinterherlaufen.

00:20:32: Und das kann man nur ändern indem man diese Wachssungsbremsen eben löst.

00:20:37: Das is jetzt natürlich für mich leicht.

00:20:38: Die stetschen auf dem Spielfeld dran wie so ein österreichischer Fußballzuschauer, der ist besser weiß als der Nationaltrainer.

00:20:46: Ich weiß natürlich wenn man dann auf dem Spielfeld steht, muss man auch viele andere Sachen rücksichtigen.

00:20:51: aber rein objektiv betrachtet gibt es ja einfach viele Wachstumsbremsen die gelöst werden müssen um das konjunktuelle Tempo zu erhöhen.

00:21:03: Herr Fener ganz kurz dieses wachstum unter Anführungszeichen dass wir in Österreich aktuell haben Den Wohnstaatsausgaben geschuldet.

00:21:13: Würde man die Staatsausgabe rausrechnen, hätten wir kein Wachstum oder?

00:21:16: Ja, wir haben auch im ersten Halbjahr es immer so keinen Wachsum gehabt.

00:21:20: aber im Prinzip hast du vollkommen recht.

00:21:22: Wir sind also dieser Rekordrezition.

00:21:25: Wir sind zwanzig, dreinzwanzig vierundzwanzigt geschrumpft.

00:21:28: Das hat seit viertzig nicht gegeben zwei Rezisionsjahre hintereinander Die ist im Vorjahr ausgelaufen und vorher sind wir wieder ein bisschen gewachsen Ein bisschen ja den Wachstumspfad wieder erreicht, der gleichwohl ein sehr, sehr schmaler ist und da hat natürlich der staatliche Konsum einen wesentlichen Anteil dran.

00:21:47: Würde man das herausrechnen dann wäre es praktisch eine Stagnation gewesen.

00:21:50: also dass wir im Vorjahr wieder unter Anführungszeichen gewachsen sind das ist maßgeblich dem staatlichen Konsum zu vergedanken.

00:21:57: Das ist jetzt in diesem Jahr etwas anders.

00:21:59: Da muss dann der Staat auch die Gürtel länger schneiden.

00:22:01: Jetzt sieht man tatsächlich was von den Sparbemögen beim staatlichen konsum.

00:22:07: Ja Folge, wir sind einfach dann gerade auch im ersten halb Jahr nicht gewachsen.

00:22:16: Möchte ich noch ansprechen ist ein wichtiger Punkt weil es wird denn immer so getan bei dieser sehr schwachen Konjunktur die man im ersten Halbjahr hatte dass mal der eh nix dafür können?

00:22:28: Weil für die gestiegene Energiepreise Für die gestiegenen Zinsen Für diegestiegene Unsicherheit Dafür sind ja nicht wie verantwortlich.

00:22:37: nach dieser Lesart wird also nicht im Wien oder in Österreich über unser konjunktuelles Schicksal entschieden, sondern am Golf und damit außerhalb der österreichischen Landesdrehungskästen.

00:22:47: Nach dieser Lesart ist diese sehr schwache Entwicklung die wir in der ersten Hälfte hatten Also ein ja wenn man so möchte unabänderlicher Kollateralschaden der Geopolitik für den man nichts könne.

00:23:00: schaubt man aber über den rot-weiß rohsten Tellerrand dann sieht man Ja Die gestiegene Energiepreise die gestiegenen Zinsen die gestiegende Unsicherheit Das trifft alle in Europa?

00:23:10: Gebremst!

00:23:11: Wurde davon die Wirtschaft fast nie ganz stärker heiß bei uns.

00:23:16: Nur für die französische Wirtschaft stand im Jahr zwanzig sechsundzwanzig bisher unter einem noch ungünstigeren Stern.

00:23:24: Positiv ist, wir haben jetzt auch schon Zahlen fürs dritte Quartal und da haben wir eine Mini-Wachstum gesehen.

00:23:29: Betonung liegt auf Mini.

00:23:31: Damit sind wir jetzt wenn man dieses dritte Quadrat isoliert betrachtet.

00:23:34: Wir müssen nicht zu sehen in den Details gehen um die Zuhörer nicht zu sehr zu langweilen.

00:23:38: Sehen mal wieder im europäischen Gleichschritt unterwegs.

00:23:42: Aber natürlich, dass wir jetzt dann zwei oder drei Jahre lang in die falsche Richtung gelaufen sind macht das ja nicht ungeschehen.

00:23:51: Selbst wenn wir jetzt im zweiten Halbjahr und vielleicht dann auch siebenundzwanzig mit dem gleichen Tempo unterwegs sind wie der Rest Europas oder der Eurozone-Schnitt dieser Rückstand wird dadurch ja nicht geringer.

00:24:04: Und dazu müssten wir schneller wachsen!

00:24:06: Also Europa, das zeichnet sich aber aufgrund dieser skizzierten Wachstumsbremsen beim besten Willen nicht ab.

00:24:13: Ja also ich möchte nochmal zurückkommen und auf die Frage wie es weitergehen soll und da kannst du dich jetzt einfach zurücklehnen weil ich muss die Banken sogar ein bisschen Schutz nehmen.

00:24:21: Die Banken haben ja auf der einen Seite zwar Machemilliaden Gewinne was man liest was von der Nationalbank veröffentlicht wird.

00:24:29: Kapitalpuffer sind gut Sie schreiben aber auch ordentlich ab.

00:24:33: Also in unserer Branche ist es so über alle Banken, dass wirklich die Immobilien-Kredite auch wirklich dabei ist das neu zu bewerten und wirklich signifikante Abschreibungen zu machen und da reden wir von höheren zweistelligen Prozentbeträgen.

00:24:49: Das scheint mir sozusagen in der Restwirtschaft nicht überall der Fall zu sein und vor allem bei der Produktion, bei Baufirmen

00:24:55: etc.,

00:24:55: weil Ich sage auch immer, wenn mich wer fragt, na jetzt werden die Baukosten günstiger weil die haben keine Aufträge.

00:25:00: Wie soll das funktionieren?

00:25:01: Weil wenn du eine Baufirma hast und die gleich weiter fährst und ein Produktionsunternehmen, dass du gleich weiter betreibst wie du es vorher betrieben hast wird sich das nicht ausgehen.

00:25:08: also irgendwo muss ein Schnitt kommen.

00:25:10: und die Frage ist würdest du das nicht auch so sehen, dass es abgesehen von Staatssanierung auch einen einen Reset und damit meine ich nicht auf null, aber eine Restrukturierung über die gesamte Wirtschaft braucht dass wir uns auch von unseren Kosten also nämlich Einschub mir geht einfach ab es wird immer über die Lohnnebenkosten über all diese Themen das ist glaube ich unbestritten hoch bei uns.

00:25:37: Aber ist es nicht so, dass wir generell eigentlich über die ganze Wirtschaft uns überlegen müssen wie wir uns restrukturieren und wie wir unsere Aufstellen führende Mitbewerb gegenüber China

00:25:47: etc.,

00:25:48: weil sozusagen sich darauf zu verlassen, dass jetzt irgendwie die Golfkrise endet und diese Themenenden ist es vielleicht ein bisschen zu wenig.

00:25:56: Also siehst du da auch einen generellen Restrukturierungsbedarf auf der Unternehmenseite in Österreich?

00:26:02: Du meinst ein Zukunftsmodell für den Standort Österreich?

00:26:05: Ja, du hast das jetzt viel schöner in zwei Sätzen schon wie im Politiker Form.

00:26:11: Zukunfts-Modell.

00:26:12: Ja, Zukunfts Modell.

00:26:15: Vollkommen richtig!

00:26:16: Ich habe Wieder mal dieses leitige Kostenthema lang und breit diskutiert, aber wir haben ja gerade was die österreichische Industrie anbelangt oder auch die europäische Industriesen nicht nur ein österreichisches Phänomen.

00:26:30: Nicht nur ein Kostenproblem sondern auch ein Problem der Verzeihung der Transformation.

00:26:36: Es gibt diesen alten Spruch... ...der mäßigen Einfeld!

00:26:48: Also die Innovationen kommen aus Amerika.

00:26:50: Das ist der Beweis, bei uns ist nichts geschnitten!

00:26:53: Die Chinesen kopieren es und wir geben uns größtmögliche Mühe, die Innovation in anderer zu Tode regulieren.

00:27:00: Letzteres stimmt leider noch.

00:27:03: Ersteres auch?

00:27:04: Aber das zweite ist ja schon nicht mehr richtig, wenn wir an BYD denken oder den ganzen anderen Markten ich nie aussprechen kann aus China, die auf unseren Straßen herumfahren – ein Deep-Seek Also, das ist längst kein Absatzmarkt mehr.

00:27:17: Der Absatz Markt ist für viele Hersteller weggebrochen.

00:27:19: Nehmen wir mal diese Autonomie-Herstellerfeuer, denn da ist die Fälle weg schon ruhig hier.

00:27:23: Das ist ein ernst zu nehmender Wettbewerber geworden in Wir als Europa.

00:27:27: Wir haben zwischen diesen zwei Machtblöcken unseren Platz für die Zukunft noch nicht gefunden.

00:27:34: Das is'n großes Problem!

00:27:35: Da müssen wir in die Gänge kommen und deswegen haben wir eben was... europäische, insbesondere aber auch die österreichische Industrie am Belang nicht nur in Kostenproblemen sondern auch ein Transformationsproblem.

00:27:47: Viele Industribetriebe der Produkte gestern vielleicht so heute noch in aller Welt begehrt sind die wissen nicht ob sie morgen noch was verkaufen werden.

00:27:56: ja weil es abseits der Kost natürlich eine Transformation gibt insbesondere auch in der Mobilindustrie wo man sich zukünftig aufständig ist.

00:28:04: also das ist ne ganz ganz große Herausforderung Eigentlich noch größer als das reine Kostenthema.

00:28:10: Und wir sind immer noch ein Industrieland, also diese Deindustrialisierung über die seit einiger Zeit geredet wird.

00:28:19: Das ist ein Risiko aber noch keine Realität.

00:28:22: Unser Industrieanteil der ist nicht wirklich gesunken, das ist ein Unterschied zu Deutschland wo es dann schon etwas stärker nach Grund gegangen ist und wir wissen alles dran setzen um das auch zu bleiben weil unser aller Wohlstand hängt davon ab.

00:28:37: In einer Stunde wird in Österreichs werksalende Wertschöpfung von sechszig Euro erwirtschaftet.

00:28:43: In diesem ganzen Konsum dann Dienstleistungen ist es nicht einmal die Hälfte, also ein Zukunftsmodell.

00:28:48: das sagt wir sind das Alpen-Disney Land wo dann die Amerikaner und Chinesen zu uns auf Urlaub fahren.

00:28:55: Das wäre mit handfestem Wohlstandseinbußen für uns alle verbunden.

00:28:59: Positiv ist Wir geben sehr viel Forschung und Entwicklung aus zweit oder drithöchsten Ausgaben in Europa, nur wir haben uns halt den letzten Jahrzehnten immer darauf fokussiert aus bestehenden Maschinen und Prozessen nochmal das letzte bisschen Effizienz herauszukitzeln.

00:29:18: In Zeiten wo es aber große Umbrühe gibt ist das keine zielversprechende Strategie.

00:29:22: da muss man das weiße Blatt hernehmen und Sachen komplett neu angehen, neu denken Neue finden, neue Wege gehen.

00:29:28: Also wir geben viel für Forschung und Weglung aus.

00:29:30: Wir müssen jetzt aber nur schauen, dass wir diese PS auch stärker auf die Straße bekommen.

00:29:36: Da habe ich mich heute über die Automobilindustrie und produzierende Bereiche gesprochen haben.

00:29:44: Ich habe mit einem Bekannten getroffen, der war lange in der Automobilindustri tätig bei einem Unternehmen, das Isolierungen für Hochspannungsleitungen macht tätig.

00:29:52: Und die haben einen Firmen-Sitz in Houston und haben in Österreich aber eben auch die Finanzabteilung sitzen.

00:29:59: Es ist einfach was anderes wenn du mit Behörden in den USA zu tun hast.

00:30:03: In den USA sind sie hänzärmelig, sind sie lösungsorientiert, unterstützen dich dass du so schnell wie möglich zu deinem Ziel kommst.

00:30:11: Mit Behördenden überwiegend Österreich oder Europa zu tun hörst du immer nur etwas nett Geld was das Problem ist und so weiter.

00:30:18: Also ich glaube, da haben wir ja auch schon... Das bremst ja auch die Innovation!

00:30:23: Wir mögen noch so viel in Forschung und Innovation investieren aber wenn wir es dann halt nicht in die Umsetzung bringen weil uns eben wie du vorher gesagt hast Europa reguliert durch Regulatorien Wie fühlt man das fünfte Formular von links aus?

00:30:38: Die Schranken werden, wenn wir in die Schranken gewiesen werden und unsere Innovationsgeist auch durchgebremst wird.

00:30:43: Dann kriegen wir natürlich nicht so viel auf die Straße wie wir kannten.

00:30:46: Ist

00:30:48: vollkommen richtig!

00:30:49: Und man sieht sie auch darin dass bei uns sehr wohl auch Start-ups gegründet werden.

00:30:54: nur wenn es dann ans Wachs zu geht dann gehen sie woanders hin.

00:30:58: Dort, wo die Hermenbedingungen besser sind, dort, wo der Zugang zu Kapital besser ist, da war ein verträumter Umfeld besser ist und das ist wirklich halt schade weil daraus entstehen langfristig gute Arbeitsbätze, daraus entsteht langfristige Wachstum- und Wohlstand.

00:31:14: wie gesagt diese Gründung finden sehr wohl auch statt.

00:31:17: aber wenn man es einmal geschafft hat und über die reine Gründungsphase hinaus blickt, dann geht man halt einfach vor anders hin.

00:31:23: Und das ist das Thema.

00:31:26: Das haben wir damals im Juni bei unserer Roboticsfolie auch schon besprochen, dass die Ausbildung in Österreich großartig ist aber dass diese klugen Köpfe dann halt einfach aus Österreich weggehen weil sie halt in den USA oder in China oder Japan halt einfach bessere Chancen haben mit einer Ausbildung und anderen Wissen, dass sie da wirklich was bewegen.

00:31:50: Und auch beim ganzen Gast, den mein Kürze haben werden, der sich da durchgerungen hat und sehr erfolgreich mittlerweile unterwegs ist.

00:31:55: Ist es auch so schon gleich als kleiner Spoiler?

00:32:01: Das ist in der Tat ein Riesen-Thema, vor allem wenn du dann natürlich in die Skalierung gehen willst oder wenn du ins echte wachst und einen Enschel zu finden oder jemanden, der dich unterstützt.

00:32:10: Okay da ist Österreich wieder glaube ich Vorteile weil so Netzwerken und so das können wir ja ganz gut.

00:32:14: aber dann der nächste Schritt und dann kommen natürlich auch die großen Hürden, weil wir reden dann... Weil du das ansprichst sind natürlich gerade Richtung Robotik, Redmer von Datencenter

00:32:23: etc.,

00:32:24: Wenn es dann auch so ist also sagst du brauchst Infrastruktur, Du brauchst Fläche, Du brauchst Du bist explantiert dann deine Expansionsschritte werden natürlich extrem verlangsamt.

00:32:35: Ja, liebe Sandra!

00:32:36: Wir sind schon wieder fast gegen Ende.

00:32:38: Möchtest du diesmal eine Schlussrückkriegfrage?

00:32:41: Wir haben noch gar nicht über Immobilien gesprochen,

00:32:43: gell?!

00:32:44: Genau.

00:32:44: also, sind wir im Immobilen-Bot?

00:32:46: Im Warme?

00:32:46: ist das gar nicht mehr sicher!

00:32:48: Nein aber ich habe eigentlich gar fast keine Immobilie in Frage.

00:32:53: Ich hab nach... Fünf Fragen, genau.

00:32:56: Machen wir

00:32:56: ein Word Prep?

00:32:57: Ja, genau!

00:32:58: Also einen kleinen Word Prep, wo ich einfach nur eine ganz spontane kurze Antwort von dir haben möchte.

00:33:05: jeweils deine Einschätzung pro Knoße bis Ende im Jahr siebenundzwanzig.

00:33:09: Sieben und zwanzig?

00:33:10: Genau.

00:33:11: EZB Einlagensatz.

00:33:15: Cool.

00:33:16: Ich müsste jetzt den Disclaimer vorlesen.

00:33:17: Das ist ziemlich krank.

00:33:18: Was geht's denn im Word Prep nicht

00:33:19: aus?!

00:33:21: Keine Anlageberatung, nur Einschätzung.

00:33:23: Darf ich mich einmischen?

00:33:24: Also ihr geht euer Haus von zwei Schritten auch aus im Moment.

00:33:29: Das ist richtig so.

00:33:30: Zwei Schritte

00:33:32: im März und im nächsten Jahr sind sieben zwanzig und in Dezember noch.

00:33:37: Und Ende siebzwanziger, also Kofir könnte man dann wieder den ersten Schritt nach unten sehen...

00:33:42: ...und länger glaube ich

00:33:44: schwierig.

00:33:44: Alles klar!

00:33:46: Um doch über Immobilien zu sprechen, wohne Immobilie am Preise Österreich plus oder minus und wieviel?

00:33:52: Im siebenzeiger

00:33:53: Jahr.

00:33:56: Ich denke, plus.

00:33:58: aber natürlich die Zeiten der deutlichen mobilen Preisanstiege sind kurzmittellangfristig vorbei weil wir auch am Immobilienmarkt einen Klimawandel gesehen haben, das Zinsumfeld und es ist wichtig zu erwähnen.

00:34:10: Das ist dauerhaft ein anderes.

00:34:12: Also das war's für viele bis zum vierzehn Juli zwanzig zweiundzwanzig die neue Normalität zu sein schien.

00:34:17: Das war eben nicht die neuen Normalität sondern nur eine sehr lange Ausnahmezustand.

00:34:21: Da kommen wir nicht zurück.

00:34:22: Die Zinsen werden auf Sicht von mehreren Jahren mal höher sein, mal niedriger sein aber dort wo sie bis zum Vierzehn-Juli-Zwanzig-Zweiundzwunzig waren nämlich da gab´s künstigen da kommen wir nichts zurück.

00:34:33: deswegen Klimawandel am Immobilienmarkt, nicht nur die Sommer wie damals sondern auch die Preisanstiege wie damals.

00:34:38: Die gehören in der Vergangenheit an.

00:34:41: Das soll dringend Wordrepp sein, fällt mir jetzt gerade ein.

00:34:44: Ja also Preisan Stiege auf oder leicht über der Inflation.

00:34:48: Das heißt im Ausmaß von zwei bis drei Prozent.

00:34:53: Perfekt!

00:34:54: Durchschnittlicher Wohnbaugredit Zins?

00:34:58: Puh gute Frage.

00:35:01: nächste Frage

00:35:05: Zahl der Wohnungsfertigstellungen.

00:35:06: Wir hören ja jetzt, dass es im Jahr ist, dass in Österreich extrem wenige Wohnungen fertiggestellt werden sollen.

00:35:12: Glaubst du, dass sich das im Jahr wieder erholen wird und dann für die Jahre mehr werden?

00:35:18: Oder glaubst du mal auf dieser niedrigen Linie bleiben zu können?

00:35:23: Ja, Bauwirtschaft ist ein sehr schwieriges Thema.

00:35:25: Ich habe es gerade schon angesprochen.

00:35:29: Industrie hat wieder Licht am Industrialist gesehen, es wird wieder mehr produziert in Österreichs Werkzeilen.

00:35:34: Die Bauwirtschaft tapft dem gegenüber weiterhin in tiefster Finsternis.

00:35:38: Ja die Bauwirtschaft blickt mittlerweile auf sieben Rezisionsjahre zurück.

00:35:43: das sechsundzwanziger Jahr Das wird mit ziemlicher Sicherheit, dass ist so sicher wie das Amenem Gebet das achte Rezitionsjahr für die Baubirtschaft sein.

00:35:51: und mittlerweile bin ich mir auch ziemlich sicher, dass das siebenswanziger ja dass das nächste Jahr ein weiteres und damit dann das neunte Rezisionsjahr in Folge sein wird für die Bauwirtschaft.

00:36:05: Und es bleibt natürlich nicht folgenlos.

00:36:07: für das Wohnungsangebot, wir haben im Jahr zwanzig-einundzwanzig den österreichweiten Fettstellungsrekord von einen Sechzigtausend ungefähr gesehen.

00:36:16: In diesem Jahr erwarten wir fünfmanneißig tausend.

00:36:21: im nächsten Jahr Im siebenzehnte Jahr, und damit komme ich dann endlich zu deiner Frage, wären es dann dreieinhalb bis dreiunddreißig tausend.

00:36:28: Also es geht weiter abwärts.

00:36:30: Es ist kein Licht am Ende des Tonnes zu sehen.

00:36:33: Und ich weiß auch nicht ob's achtundzwanzig dann besser wird, schräg-strich ob da wieder mehr Angebot auf dem Markt kommt?

00:36:38: Wir haben die Baugenehmigungen und die zeigen weiterhin eher nach unten.

00:36:43: Und von der teilten Baugnehmigung Küsterschlüssel übergabe dort zwei Jahre.

00:36:47: Das heißt selbst wenn sich das mit dem heutigen Tag deutlich beleben würde... wenn deutlich mehr Baugenehmigungen eingereicht würden.

00:36:55: Würde das eigentlich nicht verhindern, dass eigentlich jedenfalls sieben zwanzig wahrscheinlich auch achtundzwanzig Jahre sein werden, wo das Angebot an neuem Wohnraum weiter sinken wird?

00:37:06: Damit meine letzte Frage wir hören ja immer wieder Wohnungsnot, Wohnungsmangel insbesondere in Wien.

00:37:14: Ja oder Nein?

00:37:16: Ja also ja regional.

00:37:19: in Wyn würde ich das definitiv unterschreiben.

00:37:23: Wenn man sich Gesandösterreich anschaut und alle hundertsechzehn österreichischen Bezirke in einen Top wirft, dann gab es in den letzten Jahren keinen Mangel.

00:37:33: Und wird auch in den nächsten Jahren keinen geben.

00:37:35: Es gibt aber eben sehr großes regionales Gefälle.

00:37:37: das heißt dort wo der Wohnraum jetzt schon knapp ist wird diese Knappheit in die nächsten Jahre noch weiter zunehmen und dazu gehört eben Wien insbesondere innerhalb des Götels.

00:37:49: auf der anderen Seite der Donau sieht ein bisschen anders aus.

00:37:51: Aber in diesem Hotspot Hotspotbezirken, dort gibt es jetzt schon zu wenig Wohnungen und diese Knappheit wird dort noch weiter zunehmen.

00:37:59: Das gleiche gilt auch für Innsbruck- und Salzburg ebenfalls die altbekannten Hotspots.

00:38:06: auf der anderen Seite gibt's aber viele Bezirke in Österreich wo man diese Wohnraumknappheiten nur vom höheren sagen gibt das sind BezIRKE die nicht wachsen oder schrumpfen das sind die Hermagors das sind hier weithofens da sind ja am städtnis dieser republik dort gab es keinen mangleren Wohnraum Und dort wird es auch in den nächsten Jahren kennenlangen, Wohnraum geben.

00:38:23: Steh, das ist meine aller-allerletzten Frage!

00:38:26: Welche Zahl schaust du dir selbst jeden Morgen an?

00:38:32: Jetzt hast du mich bis am falschen Fuß

00:38:33: erwischt?!

00:38:34: Gibt's denn deine Zahlen die du hier nirgendwo... also wenn wir jetzt ins Büro kommst oder so?

00:38:38: Nein, frühe die Tagestemperatur damit ich weiß wo ich anziehen soll.

00:38:44: Danke schön!

00:38:45: Alexander, hast du noch einen Schlusswund?

00:38:47: Herzlichen Dank für die Zeit.

00:38:49: Ich danke für die Einladung Vielen

00:38:50: Dank.

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